2026 WHITESIDE IS CALLING
"Als Künstler stehen wir immer vor der Herausforderung, nicht primär in Hierarchien und Gefährdungslagen, in Altersgruppen oder eigener Wichtigkeit zu denken. Vielmehr steht der Prozess, die Begegnung selbst im Mittelpunkt. Der Ort und die Gruppe sind das Thema. Jeder Künstler hat die Freiheit, das zu tun, was er will. Verbindungen werden entwickelt, neue Ideen und Gelegenheiten entwickelt. Wir bleiben in Bewegung. Was bleibt sind dauernder Wandel im Sehen und Fühlen". Aus Salem2Salem
LAST DAYS
Ein warmer Samstag im Garten. Ich liege neben meiner Enkelin Tilda in einer Strandmuschel, dazwischen die Toni-Box. Wir hören "Elsa", eine Figur, die viele dreijährige Mädchen dieser Zeit bezaubert und in unerreichbare Welten entführt. Mit Ausnahmen. "Du hast blaue Augen", sagt Tilda in die wilden Geschichten hinein. "Ich auch, der Lars auch und die Mama auch. Nur Nicola hat schwarze!" Na klar, ist Italiener.
Nach unserer abendlichen Ankunft in Whiteside konnte ich nicht widerstehen, mit meinem neuen Reisegewand, beigen ultraweichen Jogpants, dazu passendes, ultraweiches Shirt direkt ins Bett zu fallen. Zu wenig Energie am Abend die verpackten Kartons aus dem Keller zu holen. Am nächsten Morgen eignet sich der Anzug auch noch fürs Frühstück im Freien… Walter meint, dass würde ja vielleicht Formen annehmen! Und schon sind die ersten Renovierungsarbeiten angesagt und ich ziehe mich um.
MORNING IN WHITESIDE

Die ersten Sonnenstrahlen berühren die Spitzen der Fichten. Wir trinken unseren ersten Kaffee auf dem Deck. Unwirkliche Stille umfängt uns. Das Wasser spiegelglatt. Dann zeichnen die ersten Windfahnen dunkle Streifen aufs Wasser. Es lohnt sich, um sechs Uhr aufzustehen, was unserem Jetlag geschuldet ist. Die Hummingbirds finden sich ein, trinken gierig am Zuckerwasser. Mit einer leichten Brise ist ein Mövengeschwader laut schreiend vom Westen her kommend im Anflug. Dazu ein paar Krähen mit ihrem typischen Gekreische. Dann unverkennbar der lauteste von allen, ein junger Adler! Ihn geht das Ganze scheinbar nichts an, gleitet ohne einen Flügelschlag flach über die Bucht und lässt das aufgeregte Gezeter und Geflatter hinter sich. Ich werde wieder ein Ei auslegen…

STORM DAMAGE
Ein erster Rundgang im Gelände. Sichtung von Sturmschäden. Wo ist was, wann zu tun? Einer der weißen, seit langem toten Bäume hat nun endlich mit den Herbststürmen des letzten Jahres seinen Weg gefunden. Er hing etliche Jahre bedrohlich nah an unserer Wendemöglichkeit fürs Auto in den Wipfeln nebenstehender Bäume fest. Nun liegt er in bequemer Höhe und wird in Kürze in praktisches Feuerholz zerlegt… Wäre da nicht noch ein zweiter, etwas kleinerer, völlig ausgedörrter, weißer Stamm, bedrohlich und leicht nach vorne gekippt, direkt daneben. Da werde ich meinen Helm brauchen! Vielleicht lasse ich auch alles, wie es ist.
THE ACCOUNT
Account number, Member number, Access-Code und nicht zu vergessen, die exakte Schreibweise sämtlicher Vornamen. Hier kann man schon mal durcheinander kommen. Die digitale Welt verzeiht keine Unachtsamkeit! Nach einer Schrecksekunde, die einherging mit lauten Flüchen, konnten wir nach genauer Analyse der Details und mit Hilfe der Bank in St Peters die Sachlage klären. Thema gelöst - Dann bricht die Sonne durch die Wolken!
Abends grasen zwei Weißwedelhirsche am unteren Wiesenrand und springen dann leichtfüßig ins Dickicht am Waldrand.

PEST ALARM!
Am späten Nachmittag sichte ich eine Waldameise auf dem Küchenboden! Sie gehören zu den Black Carpenter Ants und werden bis zu 26 mm groß. ALARM! Sie ist groß. Nicht zu übersehen. Walter entdeckt Stunden später auch eine, die er mit der Faust niederstreckt, wobei danach eine kommt, die die getötete abholt!
Eine Nachfrage bei Wikipedia Canada "How to get rid of Ants" ergibt, dass man gegen Abend mit einem Stethoskop deren Aktivitäten in den Hauswänden hören könnte! Mit einem Weinglas würde das auch gehen. Soweit sind wir nicht!
Ich werde eine großangelegte Aktion starten. Das Gras an den Hausrändern wird beseitigt und mit einer aggressiven Spülmittel-Essig-Zucker-Wasser-Lösung besprüht, das vermeidet Ameisennester direkt am Haus. Auf unserem Grundstück konnte ich acht bewohnte Ameisenhügel im Bereich der Wiese ausmachen, davon drei neue. Allerdings sind die von kleineren Ameisen bewohnt und sehen eher aus wie unsere zuhause. Alle schön weit weg, am Waldrand! Scheint heuer ein Ameisenjahr zu werden. Dafür gibt es dieses Jahr wenig Spinnen, wofür ich ausgesprochen dankbar bin!

CHIP ON THE WINDSHIELD
Auf unserer Fahrt nach St Peters bekommen wir einen Steinschlag auf die Windschutzscheibe. Das passiert hier bei den Gravel Roads anscheinend öfter, da hier mehrere Firmen von der Reparatur leben können. In Port Hawkesbury bei PAUL`S bekommen wir Hilfe. Kleiner Smalltalk, dann bietet mir die nette Dame im Wartebereich Kaffee und einen Lollie an. Es würde nicht lange dauern, den > Chip on the Windshield < reparieren zu lassen. Neben dem Glas mit den Lollies gibt es ein weiteres Glas mit Hunde-Leckerlies. Die Dame an der Theke gibt augenzwinkernd zu, dass sie womöglich mehr Zeitvertreib für Hunde anbieten, als für Kinder. Ich bekomme den Wagen mit sauberst geputzter Scheibe zurück! Wie neu!
HIGHTIDE
Die Zeit ist günstig. Es ist Hightide, das Wasser steht zwei Meter über normal Null. Das Boot muss ins Wasser. Egal, dass es mit 8 Uhr morgens eigentlich noch recht früh ist. Frühstück? Ne, erstmal rein in den Neopren, Handschuhe an, noch eine warme Hose darüber. Badeschuhe. Der Wind steht sehr günstig und so bewahrheiten sich Walters Berechnungen (ist nicht immer so!), dass alles leicht zu bewältigen ist. Wir können das Boot mit zwei Leinen in den Brook lotsen, auf der dafür vorgesehenen Matte hochziehen und am Baum festbinden. Ich stelle fest, dass sämtliche Kenntnisse über Knoten wieder weg sind. Außer der Eineinhalbfache Rundtörn mit zwei halben Knoten. Der geht immer. Unser John Deere Rasenmäher hat eine Anhängerkupplung und so können wir dann leicht den Trailer zum Wasserplatz ziehen. Abgespült. Fertig! Toll, wenn mal etwas einfach so gelingt!

THUNDERSTORM
Ein Unwetter ungeahnten Ausmaßes geht nieder. Konnte gerade noch mit den ersten Regentropfen den Mäher in die Garage bringen. Der Sturm treibt die Wassermassen in Wogen über das Meer. Auch vom Dach werden die Wasserfahnen quer durch die Luft getragen. Die Dachrinnen, gerade überflüssig! Drinnen ist es total gemütlich. Nach 15 Minuten prasselt es nur noch gleichmäßig aufs Dach. Ich bin gerade bei einem Sundowner mit Chips und Wein und einem Buch.

SANDWICH AT TIM HORTONS
Am nächsten Tag beginnen wir unseren Einkauf mit einem deftigen Turkey-Bacon-Club-Sandwich bei Tim Hortons, zum Mitnehmen. Innen ist es soweit heruntergekühlt, dass wir das Sandwich lieber im Auto essen. Zumal es draußen auch nur um die 19 Grad hat!
Während der Wartezeit spricht uns jemand an, wo her wir kommen? Oh, Germany! Er hätte in seiner Oil Company oft mit Deutschen zusammengearbeitet. Denen hätte man nichts erzählen können, die wussten schon alles. Dabei tippt er sich an den Kopf "Kluge Leute – wissen `ne Menge!" So gestärkt widmen wir uns unserer Fastfood-Delikatesse. Schmeckt echt super gut!

SUNDAY, JULY 9
Die Vorhänge sind noch geschlossen. Die Träume aus der Nacht gleiten über in den Tag. Schwer zu schätzen, wie spät es ist. Frühstück wäre gut. Ich sehe das Meer in seiner ganzen Breite. Wind peitscht Schaumkronen von Südost her über flaches Wasser. Was für ein Schauspiel! Der Himmel grau. Die gegenüberliegenden Inseln im Dunst. Aber das ist alles nur Beiwerk. Die große Bühne ist heute dem Atlantik vorbehalten!

DIE PLAYLIST DER ERDE
Die Natur sendet auf Kanälen, die weit über das hinausgehen, was wir als "schöner Klang" bezeichnen. Jedes Summen und jedes Knistern hat eine spezifische Signatur. Da ist zum einen die
Schumann-Resonanz |7,83 Hz | Elektromagnetisch; Synchronisation der Alpha-Gehirnwellen; fördert Fokus und Ruhe.
Baumbewegung | Infraschall | 0,1 – 20 Hz| Physisch | Tiefe Beruhigung des vegetativen Nervensystems; Gefühl von Beständigkeit.
Meeresrauschen/Brandung | 1 – 20.000 Hz | Breitband | Synchronisiert Atemrhythmus; "weißes Rauschen" der Natur, das das Gedankenkarussell stoppt.
Hühnergackern | 300 – 1.000 Hz | Akustisch | Signalisiert "belebte Umwelt" wirkt anregend und vitalisierend.
Bachplätschern | 500 – 8.000 Hz |Dynamisch | Reinigende Wirkung; die hohen Frequenzanteile wirken erfrischend auf den Geist.
Vogelgezwitscher | 2.000 – 8.000 Hz | Akustisch | Sicherheitssignal, Aktiviert den Parasympathikus; signalisiert Abwesenheit von Gefahr.
Grillenzirpen | 4.000 – 5.000 Hz | Akustisch | Wirkt wie ein Metronom für die innere Uhr; fördert den Fokus auf den gegenwärtigen Moment.
Feuerknistern | 50 – 15.000 Hz | Impulsiv/Thermisch | Urvertrauen; die unregelmäßigen Knacklaute halten das Gehirn sanft wach.

WATERFRONT PARK – GRAND OPENING, Louisdale Lionsclub
Die neu angelegte Anlage wird in spektakulärer Umgebung mit einer Messe eröffnet. Allen voran wird das Holzkreuz zum Altar getragen, dahinter der Häuptling der Miqmaq-Gemeinde und seine Frau. SIE in Mokkasin, ER mit einem gepresstem Räucherstab und einer Adlerfeder. Eine kleine Zeremonie wird abgehalten, wobei der Rauch des entzündeten Kräuterstabs mit beiden Händen zum Gesicht hin gefächert wird. Alle vier Himmelsrichtungen und deren Bedeutung werden genannt und wir mögen in allen Richtungen Stärke und Wohlergehen erfahren. Er beschließt die Rede mit dem Hinweis, dass er jetzt den Stab löschen würde, sonst quillt der Rauch noch aus der Tasche raus…! Heiteres Gelächter.
Danach die offizielle Messe mit Abendmahl unter freiem Himmel. Berührend, der Chor mit reinen Stimmen vor glattem Wasser, in der Ferne ein paar Inseln. Danach Musik, Essen, Kinderspiele.

Die CAPE-BRETON-WHATSAPP-GRUPPE
sendet ein Rezept für Löwenzahn-Salzstangen. Echt jetzt?
Gelegentlich melden sich Esoteriker und die Business und Jobbörse zu Wort. Auch viel anderes Nützliches, z.B. wer, wann nach Halifax fährt und eine Mitfahrgelegenheit anbietet. Auch Links, wie www.oldbavarian.ca, hier wird bayerische Schlachtung angepriesen. Chuck Roast –T-Bone Steak – Prime Rib Roast – Top Sirloin Roast – Striploin Steak - Flat Iron Steak – Flank Steak - Tendenloin Steak… Vier Stunden von uns entfernt, auf dem Weg nach Woodstock/Kanada. Heute kam: "Mein Notebook wurde gehackt. Kennt sich jemand richtig gut aus und kann helfen?" Ein Helfer meldet sich umgehend!

DUNDEE RESORT & GOLF CLUB
Heute ist Golfen angesagt. Die Fahrt nach Dundee ist kurzweilig. Auf menschenleeren aber mit Schlaglöchern übersäten Straßen darf man 80 km/h fahren. Ich schaffe eher 60. Der traumhaft schöne Tag mit 24 Grad und leichtem Wind lockt uns auf den Parcours. Ausgestattet mit Leihschlägern für mich, Walter hat seine eigenen und einem Cart, geht`s los. Wir meistern sogar Loch 6, was uns in den vergangenen Runden immer Schwierigkeiten gemacht hat. Zum Schluss noch ein Bier auf der Clubterrasse. Die Moosehead Brewerie ist die älteste Brauerei in kanadischer Hand, die zahlreiche verschiedene Biere braut. Die Aussicht auf den Bras d'Or Lake ist phenomenal. Es ist 19:00 Uhr und die Sonne zaubert einen glitzernden Teppich auf den See. Heute mit Livemusik. Irgendwie war das keine so gute Idee, den Durst mit einem Bier zu löschen! Obwohl es ein 'Light Beer' ist, merke ich den Alkohol heftig. Ich schütte einen halben Liter Wasser nach – Wird schon gehen… äh, fahren. Auf dem Heimweg taucht die tiefstehende Sonne die Umgebung in weiches Ocker. Auf beiden Seiten der Straße wurden mächtige Schneisen geschlagen, sodass der Wald zurücktritt und man querendes Wild gut sehen kann. Eine Weißwedelhirsch-Dame kreuzt unseren Weg.

JULY 30
Wir machen hier gerade den kleinen Kanadaschein! Es hat 16 Grad, gefühlt 13 Grad. Windig. Regen ist angesagt. Ich trage mein dickes Holzfällerhemd… Allen Wettern zum Trotz nehmen wir unseren Kaffee draußen auf dem Deck. Nach dem gestrigen Golf-Tag ist heute faulenzen angesagt.

JOHN DEERE
Rasen gemäht. Zuerst mit dem John Deere, dann mit der Motorsense, Batterie geladen. Das macht sonst Duncan für $60. Also, ich würde das nur für $150 machen. Ist schon ne Arbeit!
SWIM THE CANAL
800 Meter warten auf ihre Bewältigung. Ich bin diesmal zögerlich. Das Wetter hat die letzten Tage nicht dazu beigetragen, dass sich das Wasser im Atlantik und in dem weitläufigen Bras dÒr Lake aufwärmt. Meine Mitschwimmer vom letzten Jahr passen diesmal. Überhaupt habe ich letztes Jahr ziemlich gekämpft! Die Idee, eine Schwimmweste zu tragen, war ziemlich daneben, da ich die ganze Strecke damit zu kämpfen hatte. Mit links geschwommen, mit rechts die Weste nach unten gezogen, sonst hätte sie mich ständig unterhalb des Kinns hängend, retten wollen. Keinerlei Schwimmzüge waren möglich! Soweit zu Schwimmwesten! Kurz entschlossen mache ich doch mit und reihe mich ein. Ich schwimme zügig und überhole einige der Teilnehmer mit deren Nudeln. Eine Dame, die tief im Wasser auf ihrer Nudel sitzt, fragt mich ob ich zu den Lifeguards gehöre. Nein, sage ich, aber ich könne ihr Hilfe leisten, falls sie welche benötigt… Die 800 Meter sind leicht zu schwimmen. Mittendrin werden wir auf das Niveau vom Atlantik geschleust. Dann öffnen sich die Schleusentore und ein sanfter Sog zieht uns zum gefühlt, rettenden Ufer. Ein Dudelsackspieler empfängt uns mit den entsprechenden Sackpfeifentönen! Noch etwas wackelig auf den Beinen gibt es für alle eine Flasche Wasser, zwei Scheiben Melone und ein Handtuch. Bestens, ich habe meines nämlich vergessen. Selbst nach einer halben Stunde, als wir uns im nahegelegenen St. Peters mit Freunden zum Essen treffen, sind meine Hände von innen heraus noch tiefgefroren und etwas taub! Ein deftiger Burger nordet mich dann wieder ein. Wir verabschieden uns. Der Adler nimmt auf der Spitze des nächsten Baumes Platz, begleitet vom aggressiven Geschrei einer Möwe. Wird attackiert. Duckt sich weg. Wird attackiert. Hält aus, sicher genervt von so viel Aufhebens. Nachts kann ich nicht schlafen. Ich schwimme die Strecke nochmal.
STORMY WEATHER
Morgens um 7 Uhr wütet hier der Sturm wie lange nicht mehr! Von Süden her kommend bringt er warme Luft und hält mit voller Wucht auf unser Haus zu. Walter rettet den Sonnenschirm, der auch im zugeklappten Zustand wild im Wind gebeutelt wird. Da kommt auch schon einer der Deckchairs (aus Plastik) vom Strand her vorbei geflogen, holpert über die Einfahrt am Auto vorbei und kommt auf der Nordseite des Hauses komplett zerbrochen zum Liegen. Gegen Mittag sind alle Wolken weggeblasen. Es folgen schöne warme Tage!
HUMMINGBIRDS - Unsere ständigen Besucher

SAILING
Wir führen das Boot an zwei Seilen aus dem Brook ins Meer. Die Bedingungen sind optimal. Ruhiges Wasser, kaum Wind, kaum Strömung. Weiter draußen begleiten kleine Wale das Boot.
In der Zeitung lesen wir, dass ein Orca am Causeway gesichtet wurde und ein Beluga bei St. Peters, sehr unüblich und alles nur ein paar Kilometer weit entfernt.
Das Wasser in der Bucht ist extrem warm, wir können jeden Tag schwimmen. Längst ohne Neopren ist das schon ein Genuss!
BONFIRE
Ab 19:00 ist ein Lagerfeuer erlaubt. Die Webseite Government of Nova Scotia/Firerestrictions nennt die Bezirke und wann Feuer gemacht werden darf. Das alte geschichtete Holz muss raus aus der Garage, dazu Kartons und alles was Papier ist, kann verbrannt werden. Dazu abgebrochene Äste, die wir quer über die Feuerstelle legen. Die Hälften werden dann nach und nach ins Feuer geschoben. Gelernt bei Dietmar, dem Überlebenskünstler, während einiger Höhlenabenteuer in der Fränkischen Schweiz.
COUNTRYSIDE
In den Gängen im Supermarkt ist gelegentlich ein verhaltenes "Sorry" zu hören, zum Beispiel, wenn zwei Einkaufswagen nah aneinander vorbei müssen und man dadurch unweigerlich den gebotenen Abstand zum nächsten Miteinkaufenden unterschreitet! Die Evolutionspsychologie weiß, will man gesund bleiben, ist ein Abstand im öffentlichen Raum auf dem Land, von sieben Metern zueinander üblich. Bei drei Metern beginnt der soziale Raum, in dem man sich grüßt und miteinander spricht. Persönlich wird es ab einem Abstand von 1,2 Meter und ist vertrauten Personen vorbehalten. 45 cm Abstand gilt für Personen, die man auch gerne umarmen würde…
Ich sage "Sorry" und greife zwischen zwei Suchenden die letzte Packung Sour Cream 40%. Schmeckt am besten, wobei die mit 1 % Fettanteil natürlich gesünder wäre. Sozialer Dichtestress und Isolationsstress spielen hier auf dem Land keine Rolle. Selbst die Wühltische in einem Billigladen sind gigantischen Ausmaßes und im Umkreis von zehn Metern wühlt keiner neben dir! Die Vertreter der Aufmerksamkeit-Erholungs-Theorie vermuten, dass sich der Mensch dank der ungerichteten Aufmerksamkeit erholt, die beim Blick ins Grün gerichtet ist.
Da haben wir hier mehrere Möglichkeiten. 😊
THE EAGLE
Der Adler spaziert bei Ebbe über die leergelaufene Fläche vor dem Brook. Heftig attackiert von einer kreischenden Möwe duckt er sich immer wieder unter ihren Tiefflug weg! Gar nicht mehr so majestetisch, wie man ihn gerne vermarktet. Irgendwann gibt er auf und schwebt über die Bucht… verfolgt vom Geschrei und Angriffen der Möwe.
LOBSTER MEETING
Die Lobster werden einen Tag zuvor auf Isle Madame bei Jeanties` abgeholt. Francis hat sich angeboten, das steamen zu übernehmen. Dauert 30 min. Terry, Gitta und Veronika bringen Salate und Obst mit; ich bereite einige Soßen und geröstetes Knoblauchbrot vor. Als Vorspeise Shrimpspieße, als Nachspeise Waffeln mit Erdbeeren, Eis und Sahne. Nicht zu vergessen die mitgebrachten Biere und Weine und Schnäpse – wird ein feuchtfröhlicher Abend mit vielen Geschichten in und um Cape Breton und was man so erlebt hat, was schief gegangen, was gerade noch gerettet wurde und was man unbedingt probieren müsste…
CABOTTRAIL
Unsere erste Station ist BADDECK - von Dauerregen begleitet! Sowie es schon die Tage vorher geregnet hat. Gegen diese schnöden Regenfälle hilft nur ein schönes Café und traumhafte Schokocroissants und sehr, sehr nette kanadische Tischnachbarn mit denen wir sofort ins Gespräch kommen. Wir tanken hier, da auf unserer Reise in den Nationalpark weitere Tankstellen rar sind.
In INGONISH müssen wir den Strandbesuch leider ausfallen lassen und die Küsten-Wanderung ausgehend von der Keltic Lodge muss leider auch ausfallen. Heftige Winde treiben die Regenschwaden quer von den Highlands her Richtung Ufer ans Meer. Bei Neil`s Harbour, das Meer tosend, stürmisch. Wolkengebilde verschmelzen am Horizont mit dem Meer. Wir mittendrin! Foto
Wir haben die Einfahrt in den Nationalpark hinter uns gelassen. Ein bärtiger freundlicher Kanadier hat uns versichert, dass wir hier sicher sind und der Besuch Teil der Kanadischen Kulturverwaltung sei und somit keinen Eintritt kostet. Die Dichte der Schlaglöcher im Asphalt nimmt zu, die Dichte der Fahrzeuge nimmt ab. Die Adresse unseres Quartiers, ein Wohnmobil, ist in keinem Navi zu finden. Was sonst! Der Campingplatz heißt Moceanset Getaways und ist ein Privatgrundstück mit drei RVs. Wir haben den mittleren. Für den Abend helfen uns eine Flasche Wein und zwei Dosen Bier schon mal weiter… Wir hätten gefüllte Wasserkanister mitnehmen sollen!
MEAT COVE Am nächsten Tag ist der Himmel klar, die Energien aufgetankt. Meat Cove liegt in exponierter Lage am Meer. Hier endet die Gravel Road, die steil hinunter führt zum Strand und zu den wenigen 8 Parkplätzen. Unsere Nachbarin ist hier aufgewachsen, die Mutter Lehrerin. Unvorstellbar, hier ein Leben zu verbringen!
CHETICAMP Außerordentlich sehenswert ist hier die Kirche St Peter. 1785 erbaut. Und dann finden wir zufällig die Galerie von Williatte-Battet, dem Künstler mit den Bildern mit Kuh… Wir haben bereits zwei kleine Werke von ihm erstanden. Netter Kontakt.
MABOU BEACH Auf unserer Rückreise noch ein Stopp am Strand. Eine Runde Schwimmen, flirrendes Abendlicht auf dem Wasser.CABOTTRAIL
BADDECK Unsere erste Station ist Baddeck - von Dauerregen begleitet! Sowie es schon die Tage vorher geregnet hat. Gegen diese schnöden Regenfälle hilft nur ein schönes Café und traumhafte Schokocroissants und sehr, sehr nette kanadische Tischnachbarn mit denen wir sofort ins Gespräch kommen. Wir tanken hier, da auf unserer Reise in den Nationalpark weitere Tankstellen rar sind.
In Ingonish müssen wir den Strandbesuch leider ausfallen lassen und die Küsten-Wanderung ausgehend von der Keltic Lodge muss leider auch ausfallen. Heftige Winde treiben die Regenschwaden quer von den Highlands her Richtung Ufer ans Meer. Bei Neil`s Harbour, das Meer tosend, stürmisch. Wolkengebilde verschmelzen am Horizont mit dem Meer. Wir mittendrin! Foto
Wir haben die Einfahrt in den Nationalpark hinter uns gelassen. Ein bärtiger freundlicher Kanadier hat uns versichert, dass wir hier sicher sind und der Besuch Teil der Kanadischen Kulturverwaltung sei und somit keinen Eintritt kostet. Die Dichte der Schlaglöcher im Asphalt nimmt zu, die Dichte der Fahrzeuge nimmt ab. Die Adresse unseres Quartiers, ein Wohnmobil, ist in keinem Navi zu finden. Was sonst! Der Campingplatz heißt Moceanset Getaways und ist ein Privatgrundstück mit drei RVs. Wir haben den mittleren. Für den Abend helfen uns eine Flasche Wein und zwei Dosen Bier schon mal weiter… Wir hätten gefüllte Wasserkanister mitnehmen sollen!
MEAT COVE Am nächsten Tag ist der Himmel klar, die Energien aufgetankt. Meat Cove liegt in exponierter Lage am Meer. Hier endet die Gravel Road, die steil hinunter führt zum Strand und zu den wenigen 8 Parkplätzen. Unsere Nachbarin ist hier aufgewachsen, die Mutter Lehrerin. Unvorstellbar, hier ein Leben zu verbringen!
CHETICAMP Außerordentlich sehenswert ist hier die Kirche St Peter. 1785 erbaut. Und dann finden wir zufällig die Galerie von Williatte-Battet, dem Künstler mit den Bildern mit Kuh… Wir haben bereits zwei kleine Werke von ihm erstanden. Netter Kontakt.
MABOU BEACH Auf unserer Rückreise noch ein Stopp am Strand. Eine Runde Schwimmen, flirrendes Abendlicht auf dem Wasser.