FOR A FEW DOLLARS MORE

Die letzten Tage vor der Abreise sind immer angefüllt mit vielen Aufgaben. Da soll an alles gedacht werden. Umfangreiche Listen werden durchforstet, ETA beantragt, das finale Nachbarschaftsgrillen organisiert. Wer ist Troubleshooter? Wer macht die Post, gießt Blumen? Die Lieblingsrezepte! Verschiedene Dokumente. Und natürlich Ladekabel und Sticks mit allem Wesentlichen.

 

Hier und da noch hin gekritzelte Merkzettel – nun dürfen tapfer errungene Erkenntnisse für ein gesundes, nachhaltiges Leben für ein paar Wochen ruhen:

Mein Yogalehrer sagt: Lasse Licht vom Kopf durch deinen Körper strömen.

Mein Zahnarzt sagt: Kiefer entspannen - nicht knirschen!

Meine Kosmetikerin sagt: An der Wangenpartie… mit Übungen wäre da was zu machen.

Mein Orthopäde sagt: Schultern zurück! Kinn ran! Wirbelsäule strecken!

Mein Physio sagt: Heraufschauender Hund für die Hüfte.

Meine Nachbarin sagt: Functional Training ist das A und O.

Mein Arzt sagt: 3 Liter Wasser täglich sollten es schon sein!

Mein Berater sagt: Venen aktivieren mit Kaltwasserduschen!

 

Brrrr! Da nehme ich erstmal einen Espresso. Der steht nämlich nicht auf der Liste. Wer will schon einhundertundzehn werden?

 

 

 

 

Doch zurück zum Anfang. Wir steigen in Frankfurt in den neuen Airbus A330neo. Außen Blockstreifen in Grün. Dieses Flugzeug kann man nicht mehr übersehen! Innen super schick, nach allen Seiten jede Menge Platz! 8 Personen in einer Reihe, die Gepäckfächer so hoch, dass die Serviceleute sicher danach ausgesucht werden müssen. Mein Bordgepäck verschwindet darin, dass es eine Freude ist. Alles luftig und hell, super cool, dazu dunkelgraue Sitze.

 

 

 

Wir landen mit einer kleinen Verspätung am Airport Halifax. Auf dem eingeblendeten  Radar zeigt die Flugkurve einen Kringel um Halifax. Wir mussten ausweichen. Tropical storm Beryl hüllt uns in finstere rosa-dunkelgrau gefärbte Wolken und schüttet erstmal alles aus, was er zu bieten hat. 

Richtung Nordwest ein aufgebrochener Lichtstreifen in aberwitzigem Pink, Orange und Türkis. Hoffnung oder ein letzter Schimmer?

Kurz vor Port Hawkesbury halten wir bei strömendem Regen an der Irving Tankstelle um das Nötigste für das Frühstück einzukaufen. Sandwiches, Bananen, Nüsse, Milch. Alles andere wie Tee, Kaffee, Kräcker, Tütensuppen, Wein... ist immer zuhause vorrätig. Immer für diejenigen, die gerade ankommen. Das haben wir schon gelernt.

Es ist mittlerweile halb zehn Ortszeit aber unser Innerstes weiß es genau, es ist drei Uhr nachts.

 

TAG 1

27 Grad. Windig. Was für eine Ruhe! Die Sonne bricht durch. Wir lassen es langsam angehen. Kaffee trinken auf dem Deck. Sooo schön. Dann für den Einkauf ins nahe gelegene Port Hawkesbury und die Vorräte auffüllen. Ich staune, wie groß der Chevrolet Tahoe iist! Der Schwung in den Truck muss mit dem linken Fuß auf dem Trittbrett beginnen, sonst funktioniert das nicht und ich muss einen neuen Anlauf nehmen. Heißer, wunderbarer Wind.

 

SONNTAG IN WHITESIDE

Sonntag ist St. Patricks Day. Gottesdienst in der Kirche von Whiteside mit Abendmahl. Nahezu alle Nachbarn sind da. Die Whites sitzen in der ersten Reihe. Spüre ich da eine gewisse Rangordnung, die nie gefordert aber dennoch gewährt wird? Die großen Gründernamen, alle dabei: McNamara, Keiths, Meagher, MacDonald. Die schottischen Clans sind 1748 nach Nova Scotia gekommen. Die Clans halten zusammen und helfen sich gegenseitig. Einzelne haben eine kleine Aufgabe während und vor dem Gottesdienst und werden genannt. Hinter den Whites ist eine Reihe frei, obwohl die Kirche voll ist. Da nehme ich Platz. Kurzer Smalltalk und schon kommt der Priester feierlichen Schrittes, voran der Messdiener, der einen langen Stab mit Kreuz trägt und beginnt seine Zeremonie.

Anschließend Treffen im Gemeindehaus, da läuft seit geraumer Zeit der Air conditioner. Ist auch immer gleich ein bisschen zu kalt… Es gibt Kuchen, Sandwiches, Obst, Tee und Kaffee. Wir nehmen an einer Tombola teil. Für den guten Zweck. Eine lustige Runde sitzt da zusammen. Jeder gibt was zum Besten und alle freuen sich über das Leben.

 

bite away IM EINSATZ – Wen`s interessiert...

DAS ultimative Mittel gegen `schon gestochen worden`: Wir werfen die Naturheilmittel über Bord, setzen die keramische Kontaktfläche auf die betroffene Stelle und drücken einen Knopf, um einen Wärmeimpuls von 3 oder 5 Sekunden zu senden.

Kaum zu glauben, aber es funktioniert! 

Bei einem Stich löst der Speichel des Insekts eine Abwehrreaktion in der Haut aus. Immunzellen werden aktiviert und Histamin wird ausgeschüttet. bite away verhindert Hautreaktionen durch konzentrierte Wärme. Zum Einen wirkt die Wärmeeinwirkung als „Gegenreiz“ auf die Nervenzellen der Haut. Dieser Gegenreiz hemmt die Weiterleitung des Jucksignals an das Gehirn.

Zum Anderen werden darüber hinaus durch die konzentrierte Wärme verschiedene Immunreaktionen positiv beeinflusst. Durch den Hitzeschock wird die Ausschüttung von Histamin und anderen Entzündungsmediatoren vermindert, dadurch kein Juckreiz.

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© Ingeborg Stucke